Restozonvernichtung nach dem katalytischen Prinzip

Die bei der Ozonerzeugung eingebrachte Energie wird bei der katalytischen Ozondestruktion wieder frei, es handelt sich somit um eine exotherme katalytische Reaktion. Es tritt Ozongas (O3 als metastabiles Agens) in den Ozondestruktor ein und zerfällt dort unter Freisetzung von Wärme zu Sauerstoff (O2 elektronenpaar-gebundenem Sauerstoff) und tritt als dieser aus dem Gerät heraus. Der kaltstartende Katalysator ist so gewählt, dass ein geringer Staudruck bei kleiner Raumgeschwindigkeit erzielt wird. Die thermische Belastbarkeit liegt bei über 200°C und die verwendeten Materialien reagieren auf die hohe oxidative Affinität des Betriebsgases in hohem Maße inert. Der Katalysator besteht aus einem speziellen aktivierten Edelmetallgemisch auf einem Oxidkeramiksubstrat. Der Gehäusewerkstoff ist titanpassivierter Edelstahl (Werkstoff-Nr.: 1.4571).

Die Ozondestruktoren der KVMK, KVM, KVMT und KVMI Serie zeichnen sich durch eine sehr hohe Lebensdauer von mehreren tausend Stunden Betrieb aus. Nach dieser Zeit ist eine kostengünstige Regeneration möglich.

KVM Serie

Wann benötige ich einen Ozondestruktor?

Die Berufsgenossenschaftlichen Vorgaben der ZH 1/474 (2005) Abschnitt 4.7.1 schreiben eine Restozonvernichtungsanlage zwingend vor, welche einen Restozongehalt von < 0,02 mg/m³ sicherstellt. Für die Ozon Emission gilt in der Europäischen Union die Richtlinie 2002/3/EG mit einem derzeitigen Grenzwert von 180 µg/Nm³ (= 90 ppbv).

Weiterhin sind die in der Umgebungsluft zulässigen Konzentrationen von Ozon gemäß verschiedenen Richtlinien in zahlreichen Ländern festgelegt und dürfen nicht überschritten werden.

Gemäß der BG-ETEM (Infoblatt 526 Stand 07/2013) galt für den Umgang mit Ozon in den Betrieben bis Ende 2005 ein gesetzlicher Grenzwert von 90 ppb Vol. (180 µg/Nm³). Der Überschreitungsfaktor für die Spitzenbegrenzung war mit =1= festgelegt. Das heißt für lokal reizende und geruchsintensive Stoffe wie Ozon sollte die Konzentration zu keinem Zeitpunkt höher sein als die Grenzwertkonzentration. Für Ozon gibt es derzeit keinen Arbeitsplatzgrenzwert. Zurzeit befasst sich der Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) mit der Festlegung eines aktuellen Arbeitsplatzgrenzwertes. Bis zu dessen Veröffentlichung sollte man sich, auch im Rahmen einer Gefährdungs-beurteilung, an einen Richtwert auf Basis internationaler Grenzwerte von 60 ppb Vol. (0,12 mg/m³) halten.

In der Schweiz beträgt gemäß der Luftreinhalteverordnung (LRV) der Immissionsgrenzwert für Ozon 120 µg/Nm³ bzw. 60 ppb (1h-Wert).

In den USA betragen die Arbeitsplatzrelevanten Vorgaben für Ozon gemäß der Occupational Safety and Health Administration (OSHA) und der National Institute of Occupational Safety and Health (NIOSH) < 0,1 ppm (= 100 ppbv).

Welche Faktoren beeinflussen die Lebensdauer eines Ozondestruktors?

Unter anderem wirken sich abrasive Partikel, hohe Feuchtigkeit und Katalysatorgifte wie CW’s o.ä. Verbindungen lebensdauerverkürzend aus.

Wie hoch ist die Lebensdauer eines Ozondestruktors?

In der Regel beträgt die Lebensdauer eines Destruktors zwischen 8.000 und 12.000 Stunden. Diese ist im Wesentlichen abhängig von den Gaskonditionen.

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KVM Prospekt
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